Swakopmund
Swakopmund ist das grösste Seebad in Westnamibia, am Südatlantik gelegen und im Winter beliebtester Hauptferienort des Landes. Die Küstenstadt ist geprägt durch eindrucksvolle Architektur aus der deutschen Kolonialzeit und erinnert - neben seinem afrikanischen Flair - an die Atmosphäre eines deutschen Nordseebades.
Swakopmund liegt zwischen Meeresdünen und auf der Nordseite der Mündung des Trockenflusses Swakop, welcher nur gelegentlich Wasser bis in den Atlantik führt. Das milde Küstenklima macht die Stadt zu einem begehrten Naherholungs- und Ausflugsziel (vor allem um Weihnachten und den Jahreswechsel herum, weil es dann im Landesinneren sehr heiß werden kann), auch wenn der Küstensaum als Folge des aus der Antarktis kommenden kalten Benguela-Stroms vormittags meist nebelverhangen ist.
Anreise
Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen befinden sich in Walfischbucht und Windhuk mit Linienflügen nach Frankfurt am Main, London, München, Kapstadt und Johannesburg.
Swakopmund verfügt auch über einen eigenen Flughafen, der von lokalen Charterfliegern genutzt wird.
Von Windhuk im Landesinneren kann Swakopmund mit dem Auto in 4 Stunden über die etwa 300 Kilometer lange Strecke auf der Nationalstraße B2 erreicht werden. Walfischbucht liegt ebenfalls an der B2, rund 30 Kilometer südlich von Swakopmund.
Sehenswürdigkeiten
Wörmannhaus: 1905 erbaute der Hamburger Kaufmann und Reederer Adolph Woermann dieses Anwesen in der Bismarck Straße als Handelshaus für Südwestafrika. Sehenswert ist der 25 Meter hohen Damaraturm und der von Arkaden gesäumte Innenhof. Das Wörmannhaus beherbergt heute die städtische Bibliothek und ein Fremdenverkehrsbüro.
Jetty: Die Jetty ist ein über 300 Meter langer Landungssteg, der in den flachen Südatlantik reicht. Ein hölzerner Steg an dieser Stelle diente lange Zeit für nahezu die gesamte Versorgung der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Dieser wurde später durch eine Eisen- und dann Stahlbetonkonstruktion ersetzt und im Jahr 2005 renoviert. Die Jetty ist am schönsten bei Sonnenuntergang.
Swakopmunder Museum: Zeigt Exponate zur Archäologie, Mineralogie, Botanik, Ur- und Frühgeschichte und der deutschen Kolonialgeschichte. Daneben gibt es eine Ausstellung über die Menschen Namibias. Geöffnet ist das Museum täglich von 10:00-13:00 und 14:00-17:00 Uhr. Nicht weit davon entfernt steht der Leuchtturm, der von Baustil und Farbe her genau so auch an der Nordsee stehen könnte.
Hotel Alter Bahnhof mit Spielkasino: 1902 erhielt Swakopmund einen Bahnhof sowie Eisenbahnverbindung nach Windhuk. Der Bahnhof im wilhelminischen Stil erbaut wurde im Jahr 2002 detailgetreu renoviert und beherbergt seitdem ein Luxushotel mit angeschlossenem Spielcasino.
Das Meeres Aquarium ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10:00-16:00h geöffnet und zeigt u.a. Haie, die um 15:00h gefüttert werden.
Am Stadtrand stand ein altes Dampf-Lokomobil; es war dazu gedacht, Güter der Schutztruppe zu transportieren. Das funktionierte auch einige Zeit, bis ein Ventil brach und nicht repariert werden konnte. So blieb das Lokomobil trotz aller Reparatur-Versuche für immer liegen. Das brachte ihm den Namen Martin Luther ein, da dieser beim Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“. Das Lokomobil steht jetzt nicht mehr unter freiem Himmel am Originalstandort, sondern wurde wegen witterungsbedingtem Verfall restauriert und steht in einer eigens errichteten Halle an der Nationalstraße B2 nach Windhoek.
Aktivitäten
Verschiedene Veranstalter bieten Aktivitäten wie Quad-Fahrten, Fallschirmsprünge, Ballonfahrten, Sandboarding, Reiten und Rundflüge (über die Namib und Skelettküste) an. Buchungen sind kurzfristig vor Ort möglich.
Ein Hallenschwimmbad mit 50-m-Sportbecken und ein Freibad runden die Attraktionen in Strandnähe ab. (Das Baden im nahen Atlantik ist zwar möglich, aber wohl doch nur besonders abgehärteten Sportlern zu empfehlen, da der kalte Benguelastrom dafür sorgt, dass die Wassertemperaturen 15° nur selten überschreiten. Trotzdem sieht man täglich ältere Damen und Herren beim morgendlichen Bad in den teilweise beeindruckenden Wellen.
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